Loney Dear (SE)

Emil, Multiinstrumentalist aus dem schwedischen Jönköping singt im Falsett über kaum genossene, schon vorbei gehuschte Romanzen. Verzweifelt, manchmal getrieben, aber immer schön. So schön, wie die verbleichenden Farben ein Polaroid-Foto in Schönheit sterben lassen. Schichtungen akustischer Instrumente, zart wie warmer Blätterteig, trennen sahnige Vokalschichten aus schmerzhaft süßen Erinnerungen, die nie mehr zusammenfinden, es sei denn, dass sie im Gehörgang ein letztes Mal zart verschmölzen. Lange nachklingende, bittersüße Erinnerungen an Bedauern, Friede und Einsamkeit. Kaum zu glauben, dass der ehemalige Radprofi Svanängen auf Detroit-Techno steht und allen Ernstes drüber nachdenkt, in Motorcity ein Loft zu erwerben, um inmitten des grassierenden Untergangs an Technotracks zu basteln.

 

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